Wandern – Schapendoes – Fotografie

Bösenstein-Runde

Genau eine Woche ist die Wanderung nun schon her, erst jetzt schaffe ich es auch einen kleinen Bericht darüber zu schreiben. Es tut sich viel und das Bedürfnis etwas zu schreiben hielt sich auch in Grenzen.

Blick auf das Hauseck und den Scheiblsee

Blick auf das Hauseck und den Scheiblsee

Mit meinem Arbeitskollegen Patrick und dem treuen Gefährten Clarence machten wir uns am Feiertag auf den Weg Richtung Trieben. Da die Wettervorhersagen nicht wirklich vertrauenswürdig waren entschieden wir erst nach dem Gleinalmtunnel wo es genau hingehen sollte. Als Alternative hatte ich den Polster mit der Leobner Mauer beim Präbichl ausgesucht. Der Bösenstein war aber die richtige Entscheidung, denn das Wetter hatte gehalten 🙂

Am Parkplatz kurz vor der Edelrautehütte begannen wir unsere Wanderung. Der erste Gipfel war des Hauseck mit seinen 1982m. Dort konnte ich auch den ersten der drei Geocaches auf der Runde finden. Weiter ging es den Rücken entlang Richtung Westen, bis wir nach ca. 2,5km in die Rote Rinne einstiegen. In der Rinne selbst lag noch etwas Schnee. Kurz vor dem oberen Ende der Rinne querten wir das Schneefeld. Hier war Trittsicherheit erforderlich, da der patzige Schnee leicht nachgab.

Clarence mit seinem 4-Pfoten-Antrieb

Clarence mit seinem 4-Pfoten-Antrieb

Nach der Roten Rinne ging es den Ostrücken des Gr. Bösenstein Schritt für Schritt hinauf. Dieses Teilstück war das anstrengendste auf dieser Runde. Clarence hielt sich sehr wacker und navigierte gut durch das steinige Gelände. Dennoch musste ihn des Öfteren über höhere Stufen rauf heben. Auf den vereinzelten Schneefeldern die wir noch queren mussten war er mit seinem 4-Pfoten-Antrieb definitiv im Vorteil.

Nach knapp 2h erreichten wir den höchsten Punkt auf unserer Runde, den Gr. Bösenstein mit seinen 2448m. Wir legten eine längere Pause ein und wanderten danach gut gestärkt weiter und auch gleich vorbei am Kl. Bösenstein (2395m). Wir haben ihn etwas Unterhalb auf der Westseite passiert. Dem Grat entlang Richtung Osten ging es weiter zum Gr. Hengst (2159m), dem letzten Gipfel auf dieser Rundwanderung.

Segelflieger über dem Gr. Hengst

Segelflieger über dem Gr. Hengst

Während einer kleinen Pause auf dem Gipfel beobachteten wir einen Segelflieger, der schwebend seine Runden drehte. Ab hier ging es dann nur mehr bergab, was mein rechtes Knie nicht so toll fand. Dafür war das linke Knie beim Aufstieg beleidigt, so glich sich das Ganze wieder aus 😛
Bevor es wieder zurück nach Graz ging. kehrten wir noch in der Edelrautehütte auf einen guten Rindfleischsalat ein.

Endlich kann ich den Bösenstein von meiner Liste streichen. Beim ersten Versuch im November 2013 musste ich nach der Roten Rinne umkehren, da ich den Schnee unterschätzt und meine leichten Bergschuhe schon völlig durchnässt waren. Seit  damals habe ich meine schweren Bergschuhe, mit denen ich auch die Schneeschuhwanderungen mache.

Ein interessantes Detail am Rande: Ich habe Clarence bei dieser Wanderung einen eigenen GPS-Empfänger am Halsband befestigt um zu sehen wie viele Meter er mit seinem vor und zurück laufen mehr macht. Bei der Auswertung schaute ich nicht schlecht 😯 Lt. Daten von GPSies legte Clarence 12,48km zurück, während wir „nur“ 8,53km in den Beinen hatten. In Höhenmetern machte Clarence, durch sein auf und ab, insgesamt 50hm mehr. Ich wusste schon dass er mehr auf dem Tacho haben wird, aber mit 4km hatte ich nicht gerechnet.

Hier nun wieder meine Schnappschüsse und am Ende die zurückgelegte Strecke mit dem Höhenprofil.

Fotos

Strecke

volle Distanz: 8902 m
Gesamtanstieg: 1082 m
Download

Kommentar verfassen