Wandern – Schapendoes – Fotografie

Mein erstes Mal …

Alleine zelten in den Bergen. Schon länger geplant, wurde es am Freitag endlich umgesetzt, eine Nacht in den Bergen alleine im Zelt. Ursprünglich wollte ich die Nacht in den Seetaler Alpen verbringen. Das komische Gefühl im Bauch ging nicht weg, also entschied ich mich für einen Platz in der Nähe der Koralpe. Gert von www.gipfelrast.at war so nett und gab mir die Koordinaten von einem Platz, wo er einmal eine Nacht verbracht hatte.

Da ich mir die Strecke zum Zeltplatz vorher nicht angeschaut hatte, machte ich mal große Augen als das GPS 7km anzeigte. Um 17:05 spazierte ich hurtig Schrittes los, da drückte es mir auch gleich mal ordentlich den Schweiß aus den Poren.

Nach 40 Minuten kam ich bei der Brendlhütte vorbei, wo es nach einem Stück auf offenem Weidegelände wieder in den Wald hinauf ging. Dort folgte ich dem Weitwanderweg 05 bis zu meinem Zeltplatz über der Glitzalmhütte. Auf dem Weg musste ich einige Ausweichmanöver um Kuhherden machen. Hier gehe ich kein Risiko ein. Ich kann nicht sagen, ob ich mit Clarence, obwohl er in solchen Situationen eh brav an der Leine geht, hier durch gegangen wäre.

Nachdem ich die letzte Kuh umrundet hatte war es nicht mehr weit und ich fand bald einen halbwegs passenden Platz um mein Lager für die Nacht zu errichten. Gleich mal alles ausgepackt und aufgebaut. Danach gönnte ich mir einmal ein Bier und machte bis zum Sonnenuntergang einige Aufnahmen mit der Kamera.

Es war eine unruhige Nacht mit wenig Schlaf. Gegen 02:00 Uhr hörte ich auf einmal Kuhglocken. Meine erste Befürchtung, dass in dem Gebiet wo ich übernachtete, doch irgendwo Kühe sind, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Also keine Gefahr durch Schlafwandler-Kühe 😉 Die restliche Nacht wachte ich immer wieder auf und änderte meine Schlafposition. Da das Zelt leicht schräg stand, und sich die Oberflächen der Isomatte und des Schlafsackes wie Butter in einer heißen Pfanne verhielten, rutschte ich regelmäßig ans untere Ende des Zeltes.

Um 04:40 hatte ich dann gelinde gesagt die Schnauze voll und stand auf. Mit einigen Aufnahmen vertrieb ich mir die Zeit bis zum Sonnenaufgang. Zwischendurch ein paar Happen Nudeln mit Gemüse und den obligatorischen Emmi Latte. Auf dem Rückweg hatten sich die Kühe noch ungünstiger verteilt als am Tag zuvor, so musste ich einmal sogar in den Wald ausweichen, wo mich gleich die nächste Kuh blöd anschaute.

Durch ein paar Abstecher auf dem Rückweg läpperten sich an den beiden Tagen ca. 16km Wegstrecke zusammen. Die Übernachtung und die Vorbereitung darauf brachten mir einiges an Erfahrung. Zuerst werde ich mich einmal nach einem größeren Rucksack umsehen, damit auch der Gaskocher platz hat. Es tut sehr gut am Abend etwas warmes zu Essen, auch wenn es nur eine Suppe ist und am Morgen einen warmen Tee zu trinken.

Hier wieder ein paar Fotos. Leider konnte ich den beeindruckenden Sternenhimmel nicht richtig belichten, da ich auf der Kamera max. 15 Sekunden Belichtungszeit einstellen konnte. Das nächste Mal kommt die DSLR mit ins Gepäck 😉

Zelten

volle Distanz: 0 m
Gesamtanstieg: 0 m
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