Gamskogel im Regen

neugieriger Feuersalamander

neugieriger Feuersalamander

Wie die Zeit vergeht, es war bereits das dritte Wochenende auf der FH im 3. Semester. Somit bleibt für einige Zeit wieder nur der Sonntag um längere Ausflüge zu machen. Leider hatte der Wettergott an diesem Wochenende beschlossen es, nach herrlich sonnigen Tagen, genau am Sonntag regnen zu lassen. Nichts desto trotz – es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung – mussten wir an die frische Luft; auch Clarence brauchte Bewegung.

Bei leichtem Regen gingen wir vom Parkplatz im Königgraben bei Kleinstübing los. Dieses Mal entschieden wir uns die Runde in die entgegen gesetzte Richtung – Königgraben-Gamskogel-Bärenhöhle-Hagensattel-Königgraben – zu gehen. Zu Beginn noch etwas kühl wurde uns beim Anstieg schnell warm. Nach knapp einer Stunde erreichten wir das Gipfelkreuz des Gasmkogel mit seinen beachtlichen 859 Höhenmetern. Kurz nach dem Gipfel sammelte ich noch einen Geocache ein, bei dem ich von einem neugierigen Feuersalamander beobachtet wurde.

Danach ging es im Wald den Kamm entlang zum Hagensattel, von dem man auch weiter auf den Schartnerkogel wandern kann. Vom Hagensattel sind es dann noch ca. 2,7 km hinunter zum Parkplatz im Königgraben. Durch das feuchte Wetter angeregt, waren auch sehr sehr viele Feuersalamander unterwegs. Wir sahen gefühlte 40-50 Exemplare auf unserem Weg. Zwei davon lieferten sich sogar einen kleinen Ringkampf (siehe Video). Wir hatten mal gehört, dass man mit Hunden bei Feuersalamandern aufpassen muss. Hier ein Auszug aus Wikipeda zu diesem Thema.

Die Ohrdrüsen
Die Ohrdrüsen des Feuersalamanders können giftige Sekrete abgeben
Charakteristisch sind die paarig ausgebildeten, sehr auffälligen Ohrdrüsen (Parotiden), die zum Beispiel den Wassermolchen fehlen, aber auch beim nah verwandten Alpensalamander oder bei den Echten Kröten zu finden sind. Zur Abwehr von Feinden können die Parotiden sowie die am Rücken lokalisierten Drüsenreihen ein weißliches, giftiges Sekret absondern. Unter starkem Stress stehende Tiere sind sogar in der Lage, das Gift in dünnen Strahlen bis über einen Meter weit auszustoßen.

Die Fähigkeit der willkürlichen spritzförmigen Abgabe von giftigen Flüssigkeiten mittels besonderer Drüsen hat in vergangener Zeit die menschliche Phantasie bewegt, im Feuersalamander ein dämonisches, mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattetes Wesen zu erkennen.

Hautsekrete
Das Hautgift Samandarin – Struktur
Die in den Drüsen des Feuersalamanders erzeugten Sekrete zählt man zu den Alkaloiden. Bislang wurden die organischen Verbindungen Samandarin (C19H31NO2), Samandaridin (C21H31NO3) und Samandaron (C19H29NO2) festgestellt. Alle diese Salamander-Alkaloide besitzen eine Steroid-ähnliche Struktur und leiten sich vom 3-Aza-A-homo-5β-androstan ab.

Normalerweise verursachen diese Sekrete beim Menschen – wenn überhaupt – nur ein leichtes Brennen auf der Haut. Bei sehr empfindlichen Personen bzw. Kleinkindern können sie auch zu Übelkeit, Atembeschwerden und Erbrechen führen. Hin und wieder wird in der Tagespresse von Vergiftungserscheinungen durch Feuersalamander berichtet. Insbesondere junge Hunde und unerfahrene Katzen, die den Lurch meist als Spiel- oder Beuteobjekt betrachten, werden dabei in „Mitleidenschaft“ gezogen. Die Folgen sind Maulsperre, Genickstarre oder starker Speichelfluss, in Einzelfällen der Tod. Neben der Abwehr von Fressfeinden dient das Hautdrüsensekret in erster Linie der Hemmung des Bakterien- und Pilz­wachstums auf der feuchten Hautoberfläche.[1]

Also Fressen sollte ein Hund den Salamander nicht! Clarence interessierte sich gar nicht für die orange-gepunkteten Lurche, er schnupperte lediglich zweimal, wodurch sie sich aber nicht bedroht fühlten. Einige der Feuersalamander standen mit den Vorderpfoten auf einer kleinen Erhöhung und versuchten sich so einen besseren Überblick über ihre Welt zu bekommen. Leider war ich mit dem Auslöser immer zu spät dran.

Fotos

Video

Strecke

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Quelle:
[1] - https://de.wikipedia.org/wiki/Feuersalamander

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